SpaEfV - alternatives System – Verfahrensvereinfachungen für KMUs

Ab dem Antragsjahr 2015 gilt das sogenannte Regelverfahren der SpaEfV. Dadurch konnten die DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle) und die DAU (Deutsche Akkreditierungs- und Zulassungsgesellschaft für Umweltgutachter mbH) nun eine Verfahrensvereinfachung für die Durchführung von Vor-Ort-Prüfungen bei der Nachweisführung des alternativen Systems zulassen. Diese ist am 16.09.2015 in Kraft getreten.

Entscheide für die Art der Verfahrensvereinfachung ist die Anzahl der Standorte:

  • Für Ein-Standort-Unternehmen kann durch die Verfahrensvereinfachung der Vor-Ort-Prüfungsintervall verlängert werden, d.h. eine jährliche dokumentenbasierte Prüfung sowie eine zweijährliche Vor-Ort-Prüfung ist als Nachweisführung ausreichend.

Voraussetzung ist, dass einem Antragsjahr mit einer Dokumentenprüfung, ein Jahr mit zusätzlicher Vor-Ort-Prüfung vorausgegangen ist. Ab dem Jahr 2015 ist dieses Verfahren erstmals möglich, d.h. wurde im Antragsjahr 2015 eine dokumentenbasierte Prüfung mit Vor-Ort-Prüfung durchgeführt, kann im Antragsjahr 2016 auf die Vor-Ort-Prüfung verzichtet werden.

  • Ein Unternehmen mit mehreren Standtorten kann entscheiden, ob es von der sogenannten Multi-Site-Regelung (sieht Punkt a) oder von der Verlängerung des Vor-Ort-Prüfungsintervalls (siehe Punkt b) Gebrauch macht. Beide Verfahren können ab dem Antragsjahr 2015 (ab in Kraft treten Verfahrensvereinfachung am dem 16.09.2015) genutzt werden, eine Kombination der beiden Punkte a und b ist jedoch nicht möglich.
  1. a) Die Verfahrensvereinfachung über die Multi-Site-Regel für Unternehmen mit mehreren Standorten (entsprechend DAkkS 71 SD 6 013) beinhaltet eine jährliche Vor-Ort-Prüfung der Unternehmenszentrale und einiger Standorten, die im Stichprobenverfahren ausgewählt wurden.
  2. b) Die Verfahrensvereinfachung zur Verlängerung des Vor-Ort-Prüfungsintervall (entsprechend Art. 7 EMAS-Verordnung) beinhaltet eine jährliche dokumentenbasierte Prüfung sowie eine zweijährliche Vor-Ort-Prüfung ausgewählter Unternehmensstandorte als Nachweisführung. Dabei muss sichergestellt werden, dass nach einer Vollprüfung im 1. Antragsjahr alle Unternehmensstandorte mindesten alle 4 Jahr überprüft werden.

Eine Dokumentenprüfung umfasst jeweils den aktualisierten Energieauditbericht DIN 16247-1 (Anlage1 SpaEfV) bzw. die aktualisierte Datenerfassung gemäß den Tabellen 1-3 (Anlage 2 SpaEfV), sowie die jährliche Bewertung/Beschlussfassung der Geschäftsführung gemäß Ziff. 4 Anlage 2 SpaEfV zum Stand der Maßnahmenplanung.

Bei wesentlichen Änderungen in Bezug auf die eingesetzten Energieträgen und/oder –mengen, sowie bei bedeutenden Änderungen in der Unternehmensstruktur ist eine Vor-Ort-Begutachtung zwingend erforderlich (siehe DAkkS/DAU Verfahrensvereinfachung bei Überprüfung der Energieeffizienz nach SpaEfV). D.h. auch in einem Testierungsjahr, in welchem ursprünglich nur eine Dokumentenprüfung geplant ist, fallen zusätzliche Kosten für die Vor-Ort-Prüfung an

Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden sie in der Veröffentlichung der DAkkS/DAU zur Verfahrensvereinfachung SpaEfV.

Stand: 07.03.2016